Bayern-Fanclub Erda trägt den 18. Meistertitel mit Gelassenheit

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Fahrten zu Spielen, aber auch viele andere Freizeitaktivitäten

Hohenahr-Erda (ge). Seit 1995 besteht der Bayern-München-Fanclub Erda; inzwischen sind die 67 Mitglieder ebenso erfolgsverwöhnt wie ihre Lieblinge von der Säbener Straße: Als Claudio Pizarro in Wolfsburg das 2:0 für den FC Bayern München erzielt und Rostock sein 1:1 in Stuttgart mit Zähnen und Klauen verteidigt, ist der 18. Meistertitel für das deutsche Vorzeigeteam in trockenen Tüchern. Seltsam emotionslos nimmt es der harte Kern des Fanclubs aus Erda zur Kenntnis, ebenso ruhig bleibt es beim 1:0 Erfolg am Samstag gegen den 1. FC Kaiserslautern.
Die Fans sitzen im Stammlokal bei Gianni in der „Eulenstube“ und verfolgen die Spiele auf dem Premiere-Kanal. Sie scheinen aber Nebensache zu sein. Die Gespräche drehen sich um den Nachwuchs, die letzte Sause, die Hubräume, PS-Stärken, Drehzahlen und Spritverbrauch. In der Halbzeit wird aber Marc Herpel aktiv, hängt am Handy und kümmert sich um Karten und Organisation für die Fahrt zum Pokalendspiel nach Berlin. Marc Herpel, zweiter Kassierer, gerät förmlich ins Schwärmen, wenn er die vielen Reisen und Spiele seiner Clubgründung 1995 Revue passieren lässt. Ganz oben steht da das Champions-League-Finale von 2001 in Mailand, wo die Bayern den FC Valencia besiegten und sich die europäische Fussballkrone aufsetzten. Vier bis sechs Spiele pro Saison schauen sie sich live im Stadion an. Meist im schnell erreichenden Ruhrpott: Bochum, Schalke, Dortmund. Auch mal Stuttgart oder Köln. Frankfurt nicht, wenn die dann wieder erstklassig werden sollten. Schlechte Erfahrungen mit den Fans.
Einmal im Jahr geht es aber nach München. Meist in Verbindung mit dem Oktoberfest. Auch für die Clubkinder haben sie vergangenes Jahr einen Trip an die Isar organisiert. Das kam in den Familien gut an und soll in diesem Jahr wiederholt werden. Das Management um den Vorsitzenden Lars Reikowski arbeitet effektiv und gut. Heuer wird neben dem Besuch im Olympiastadion eine Erdinger-Brauerei-Besichtigung auf dem Programm stehen. Gleich mit dem Erscheinen des neuen Spielplans wollen sie das festklopfen.
Nahziel ist das Pokalendspiel gegen Kaiserslautern in Berlin. Mit 55 Euro für Fahrt und Eintritt sind die Mitglieder sehr günstig dabei. Die Mitgliedschaft kostet drei Euro im Monat. Dafür aber bietet der Erdaer Fanclub harmonisches und erlebnisreiches Vereinsleben pur. Fahrten, Feste und Feiern in lockerer Form.
Zusätzliche Sympathien erwerben sie sich durch ihr soziales Engagement, wie etwa bei der „Aktion saubere Landschaft“. Zur letzten Weihnachtsfeier kam eigens aus München Bayernstar Thorsten Fink angereist. Sein viel beachtetes Gastgeschenk war ein Bayern-Trikot mit den Autogrammen der Spieler. Das kommt in einen Glasrahmen und wird über dem Stammtisch bei Gianni einen Ehrenplatz erhalten.
Die Mitglieder kommen nicht nur aus Erda, sondern auch aus Wetzlar, Bischoffen, Biebertal und einer gar aus Heinsberg bei Aachen. Das älteste Mitglied ist 58, das jüngste elf Jahre alt. Auch fünf weibliche Anhänger sind dabei. Heiko Reiter hat eine Internetseite erstellt. Unter www.bfcerda.de erfahren Interessenten alles Weitere über die Erdaer Fans und die Beitrittsmodalitäten.

Jubeln ihrem Meister Bayern München zu (von links): Melanie Seibert, Armin Frink, Lars Reikowski, Jens Reikowski, Marc Herpel, Heico Reiter, Mario Lellek, dahinter sitzend Dieter Lellek. (Foto:Gerbig)

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